Kennst du dieses Zucken im Magen?
Claudia berät[©CK+KI]

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GPTs laufen aus – deine Business-Essenz nicht: OpenAI beendet eigene GPTs, Google macht GEMs zu Skills. Es wechseln nur die Behälter. Was bleibt, gehört dir: deine Essenz, klare Rollen, Regeln für die Zusammenarbeit, passender Datenschutz und du als Lead. Mündig statt Agenten-Hype, mitnehmbar statt gemietet. Wie deine KI weiter nach dir klingt, hörst und liest du im aktuellen Blog-Pod.

📕 Für Leser:innen:

Kennst du das?

Du hast dir einen eigenen eigenen Assistenten mit Künstlicher Intelligenz bei OpenAi, Gemini, oder Anthropic gebaut. Bei OpenAI, der Firma hinter ChatGPT, heißt der individuele GPT, einfach GPT. Bei Google heißt er GEM. Er klingt nach dir. Er kennt dein Unternehmen. Du hast ihn mit deinen Daten bestückt. Er hilft dir jeden Tag, geht dabei nicht irgendwo fremd-schnurken. Er bleibt bei dir und deinem Business. Und dann liest du, dass genau dieser Baustein ausläuft und du dein KI-Helferlein verlieren wirst.

Spürst du dieses Zucken im Magen?

Das heißt nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.
Aber was kommt auf dich zu?

Ich halte mich an das, was berichtet wird. Alles Folgende gilt laut Herstellerseiten und Berichten. Bitte prüf es in deinem Tarif nach. Stand heute ist der 3. Oktober 2026.

Bei OpenAI enden eigene GPTs laut OpenAI-Hilfeseite am 11. Dezember 2026. Enterprise-Arbeitsbereiche mit genehmigtem Aufschub haben bis zum elften Februar 2027 zeit. Neue GPTs lassen sich auf privaten Konten schon jetzt nicht mehr erstellen. Bestehende laufen bis zum Ende weiter.

Bei Google werden GEMs auf privaten Konten laut Berichten ab dem 17. November automatisch zu Skills. Bei Arbeits- und Schulkonten kommt das später. Skills gibt es bei Google auch ohne bezahltes Abo.

Was ist ein Skill?

Ein Skill ist ein wiederverwendbares Wissenspaket. Es sagt der KI, wie sie eine bestimmte Aufgabe erledigen soll. Bei OpenAI wird aus dem GPT ein Plugin. Die Anweisungen darin werden zum Skill. Die Wissensdateien werden zu Referenzdateien. Deine bisherigen Chats, die Modellwahl und eigene Aktionen werden nicht übernommen.

Dann gibt es seit Ende September eine neue Stufe, die OpenAI Dots nennt. Ein Dot ist ein KI-Assistent, der selbstständig weiterarbeitet, auch wenn das Gespräch endet. Er soll aus der Zusammenarbeit mit dir lernen. Du legst Regeln fest, was er allein tun darf.

Für Österreich sieht das vorerst eng aus. Laut OpenAI-Hilfeseite sind Plus und Go dafür nicht vorgesehen. Bei Pro sind die EU, die Schweiz und Großbritannien ausgenommen. Für die meisten kleinen Unternehmen in Österreich kommt zum Start vor allem Business Premium in Frage. Bei Enterprise-Konten entscheidet die Administration. Prüf auch das bitte in deinem Tarif.

Was heißt das für dich?

Die Behälter wechseln! Namen, Logik, Technik. Das ist das Thema der Anbieter. Nicht dein Versagen.

Was bleibt, wenn dein GPT-Behälter geht?

Das Ergebnis, das du willst, ist einfach. Deine KI klingt weiter nach dir. Egal, in welchem Chat sie gerade läuft. Dafür brauchst du fünf Dinge.

Was brauchst du, um KI professionell zu nutzen?

Erstens, die Essenz deines Unternehmens, ausdrücklich aufgeschrieben.

  • Das ist das, wofür du stehst.
  • Wen du erreichen willst.
  • Wie du klingst.

Sie muss lesbar sein.Sie muss dir gehören.Und du musst sie mitnehmen können. Ohne deine Essenz liefert KI austauschbare, durchschnittliche Ergebnisse, wie in jedem unvorbereiteten KI-Chat.
Klar soweit?

Merk dir: Deine Essenz gehört dir. Aber der Behälter bei ChatGPT oder Claude ist gemietet.

Zweitens, klare Rollen und ein gutes Briefing.

Dieses Briefing nenne ich Masterprompt, es ist die Team- Grundanweisung an ein GPT. Wer arbeitet an deiner Aufgabe? Aus welcher Perspektive? Mit welchem Auftrag?

Drittens, Regeln für die Zusammenarbeit.

  • Was darf die KI selbst tun?
  • Was braucht deine Freigabe?
  • Was ist gesperrt?

Je mehr die KI allein erledigt, desto wichtiger wird das. Bei Dots sind genau dafür eigene Regeln vorgesehen.

Viertens, ein Arbeitsumfeld mit passendem Datenschutz.

Das heißt, ein Business-Arbeitsbereich statt eines privaten Kontos. Laut OpenAI werden Inhalte aus Business-Arbeitsbereichen von Haus aus nicht zum Training genutzt. Bei privaten Konten stellst du das selbst ein. Schau nach, wie es bei dir steht. Ob das für dein Unternehmen datenschutzkonform ist, lass bitte rechtlich prüfen.

Fünftens, du als Lead. Du gibst frei. Du entscheidest. Nicht der Assistent.

Wandert deine Essenz mit?

Hier gibt es gute Nachrichten. Das Skill-Format ist offen. Anthropic hat es ursprünglich entwickelt und für alle freigegeben. Viele Programme verschiedener Hersteller können es lesen. Deine Essenz kann sowieso mitwandern, auch später in lokales Modell, ohne teure Cloud.

Bei Gemini kannst du Skills als Zip-Datei herunterladen und hochladen. Bei ChatGPT kannst du sie hochladen. Das Herunterladen läuft bei Firmenkonten über die Administration. Ob jeder Weg im Alltag glatt klappt, probiere am Besten selbst aus.

Und was ein Dot über dich gelernt hat? Laut OpenAI-Hilfe kannst du einzelne Erinnerungen eines Dots derzeit nicht ansehen oder bearbeiten. Löschen geht nur für den ganzen Dot. Einen Export für das Gelernte habe ich nicht gefunden.

Kannst du ausdrucken, was die KI über dich weiß?

Das ist eine Frage ohne Zeigefinger. Wenn eine KI dich gut kennt, liegt das oft an Wissen, das sie aus deinem Verhalten ableitet. Du siehst davon nur einen Teil. Mitnehmen kannst du es kaum.

Ausdrückliches Wissen ist anders. Deine Essenz kannst du lesen. Du kannst sie bearbeiten. Du kannst sie mitnehmen.

Fair gesagt, ich unterstelle niemandem eine schlechte Absicht. Die Anbieter bieten Kontrollen, etwa Regeln und die Möglichkeit, der Trainingsnutzung zu widersprechen. Angreifbar ist die Voreinstellung, nicht die Absicht. Wer sie nicht kennt, nutzt sie unbewusst.

Ich bleibe dabei praktisch. Arbeite dort, wo du ohnehin bist. Lokale Lösungen sind aber mein liebster Ausblick. Es zeigt sich schon. 

Was Persönliches: Warum nervt mich der Agenten-Hype?

Ich sage es offen. Der Agenten-Hype nervt mich. Ein Agent ist eine KI, die Aufgaben in mehreren Schritten selbstständig abarbeitet. Aus meinen Workshops nehme ich mit, dass nur Techies sie im Alltag wirklich schon nutzen.

Das ist meine Beobachtung, keine Statistik. Eine belastbare Zahl dazu habe ich nicht. Aber ich zitiere eine Kollegen, der davon spricht, dass nur 0,6 Prozent der erwerbstätigen KI-Nutzer auch schon Agenten nutzen.

Ich arbeite gerne ab und zu mit den großen Modellen. Ich bin echt nicht technikfeindlich. Aber ich sehe, dass es bei ChatGPT, Anthropic und Google oft um Hype und Geld geht. Und dass der Mensch dabei wieder einmal zum Produkt wird. Das ist meine Haltung. Dass die Anbieter auch Kontrollen bieten, gehört zur Fairness dazu. Darum ist mir wichtig, dass du mündig bleibst. Mündig heißt, zu verstehen, was du nutzt und zu entscheiden, was du abgibst.

Wie passt dazu ein Agenten-System?

Jetzt darfst du mich etwas fragen. Wenn mich der Hype um Agenten nervt, warum arbeite ich dann an einem Agenten-System? Weil mich nicht der einzelne Agent interessiert. Mich interessiert ein KI-Team, das ein Mensch führt.

Erst jetzt kommt das Werkzeug, als Beleg für das, was ich beschrieben habe. Stell dir ein KI-Team vor, in dem jede Rolle aus ihrer eigenen Perspektive an einer Aufgabe für dein Unternehmen arbeitet. Die Rollen prüfen einander. Am Ende entscheidest du. Ich nenne das MAS. Das steht für Multn i-Agenten-System. Ich habe es für mich und dann erst meine Kunden entwickelt. Und ich habe schon KI-Teams für ein großes Tech-Unternehmen entwickelt. Die Learnings sind überall die gleichen: 

Die Grundlagen sind dieselben wie bei meinem vor 1 1/2 Jahren entwickelten „KI Business Team“ für Unternehmerinnen im KI-Chat. Essenz, Rollen, Briefing, Regeln, du als Lead. Nur der Aufbau ist komplexer und aufgeteilter. Ich entwickle das MAS weiter und teile den Weg hier, Schritt für Schritt. Das nächste Mal beim New Work Festival No2 am 13. Oktober im Coworking Salzburg. 

Liebe Grüsse Claudia 

Was kannst du bis zum 11. Dezember tun?

Mach eine Bestandsliste und eine Kopie deiner Daten in eigenen GPTs, Projekten und Gems.

Pro Eintrag vier Angaben:

 

  • Der Name
  • Der Zweck
  • Die Anweisungen
  • Die Wissensdateien

Das geht in drei Handgriffen. Erstens, öffne den Assistenten und kopiere die Anweisungen in ein Textdokument. Zweitens, sammle alle Wissensdateien in einem eigenen Ordner. Drittens, schreib kurz dazu, wofür der Assistent gedacht ist und wer ihn nutzt.

Bei GEMs bleibt dir laut Berichten bis zum 17. November Zeit. Das gilt nur für private Konten. Ein eigener GPTs bleibt dir bis zum elften Dezember.

Laut Berichten sollen GEMs schon ab dem dreizehnten Oktober nicht mehr bearbeitbar sein. Bitte prüf es in deiner Gemini-App nach. Wer seine Anweisungen noch ändern will, tut das früh. Sichere sie am besten jetzt.

Du bist nicht zu spät. Und du bleibst der Lead.

Liebe Grüße
Claudia

Transparenz und Werte

Meine Blog-Pods entstehen KI-gestützt. Texte, Bilder und Podcasts erstelle ich mithilfe von KI-Tools. Bei den Podcasts nutze ich meine geklonte Stimme. KI-generierte Inhalte nutze ich niemals, ohne meine eigene Kreativität, Denkweise und Handschrift einfließen zu lassen. Als Ai Consultant stehen für mich menschliches Potenzial, Kreativität und Innovationskraft im Vordergrund. KI-gestützte Inhalte kennzeichne ich eindeutig

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